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Einflechten der Mähne – wie geht das?

Es gibt verschiedene Arten des Einflechtens. Die Häufigsten möchte ich Dir hier vorstellen. Grundsätzlich ist es wichtig, dass die Mähne nicht frisch gewaschen oder mit Mähnenspray eingesprüht wurde, da die Zöpfe sonst nicht gut halten. Außerdem sollte die Mähne nicht zu kurz sein. Je kürzer die Mähne desto schwieriger das Einflechten.

1. Einflechten der klassischen Turnierzöpfe

Hierfür ist eine Mähnenbreite von ein bis zwei Handbreit optimal.
a. Bürste oder kämme die Mähne gut durch
b. Du brauchst

  • Mähnengummis – man kann entweder einen Kontrast erzeugen und bei einer dunklen Mähne weiße Mähnengummis verwenden und bei hellen Mähnen schwarze. Oder man nimmt die schwarzen Mähnengummis für die dunkle Mähne und die weißen für die helle Mähne, dann ist es unauffälliger. Bei den Mähnengummis gibt es unterschiedliche Qualitäten und Preise. Die „Standard“-Mähnengummis sind im Normalfall ausreichend. Zur Auswahl stehen dann noch Mähnengummis aus Silikon sowie Mähnengummis mit verschiedenen Motiven bzw. auch Einflechtschleifen.
  • Mähnenkamm
  • Haarklemme, zum Wegstecken der restlichen Mähne
  • Wer möchte, kann noch Mähnenband verwenden.

c. Dann überlegst Du – je nach Dicke der Mähne – wie breit Du die Mähne pro Zopf abteilst. Die Abstände sind Geschmackssache und von der Mähne abhängig. Ich verwende meist die Breite eines halben Mähnenkamms. Sollte ich davon abweichen, mache ich mir am Mähnenkamm ein Gummi an die Stelle, an welcher ich die Mähne immer abteilen möchte.
d. Beginne am Kopf hinter den Ohren mit Deinem ersten Zopf. Die restliche Mähne steckst Du mit der Haarklemme zur Seite. Teile den Abschnitt in drei Strähnen und flechte den Zopf. Am Ende machst Du ein Mähnengummi hinein. Da am Zopfende meist über 1 – 1,5 cm die Haarspitzen herausschauen, mache ich das Mähnengummi nicht als schmales Band sondern über ca. 1 cm Breite an den Zopf oder schlage – sofern die Mähne lang genug ist – bereits hier die Spitzen um. So fängst Du die Haarspitzen ein und es stehen Dir nach dem Umschlagen nicht die Haare aus dem Zopf heraus.
e. Nimm den Zopf und schlage ihn 1,5 – 2 Mal (bis er kurz genug ist) um, sodass er schön oben am Mähnenkamm steht und befestige ein weiteres Mähnengummi daran. Durch die Form der Zöpfe kann man dem Hals ein schöneres Aussehen verleihen.
f. Wer es mag, kann zum Abschluss noch ein Mähnen(-klebe-)band anbringen. Mir persönlich reichen die Mähnengummis als Abschluss aus.
g. Wenn das Pferd eine Fliegenhaube trägt, flechte ich den Schopf nicht ein. Sonst drückt der Zopf die Haube heraus. Solltest Du keine Fliegenhaube verwenden, würde ich den Schopf immer einflechten.

Klassische Turnierzöpfe

Klassische Turnierzöpfe

Kurz-Info – was brauche ich?
– Mähnenkamm

– Mähnengummis
– Haarklemme (optional – vereinfacht das Einflechten)
– Mähnenband (optional – wem es gefällt)

2. Einnähen der Turnierzöpfe

a. Diese Art eignet sich vor allem für eine dickere und längere Mähne. Außerdem macht man nur ca. 6 – 10 Zöpfe, je nach Länge des Halses.
b. Gehe dabei vor wie unter 1. bis d. beschrieben. Bevor Du jetzt den fertig geflochtenen Zopf umschlägst, fädele einen Faden (nicht zu dünn!) in der Farbe der Mähne in eine stumpfe (Stopf-)Nadel und verknote die Enden miteinander. Schlage den Zopf um, bis er die gewünschte Länge erreicht hat und steche dann von unten durch den Zopf – durch das Mähnengummi (!) – und von dort wieder zurück. Wiederhole das Durchstechen so oft, bis der Zopf gut hält und führe den letzten Stich nach unten aus.
c. Schneide die Nadel ab und verknote das Ende mehrfach mit dem Anfang des Fadens.
d. Man kann beim Einnähen die Zöpfe in unterschiedliche Formen bringen. An die klassischen Turnierzöpfe angelehnt, wird der Zopf normal fest heruntergeflochten und dann vernäht. Alternativ kann der Anfang des Zopfes am Mähnenkamm locker begonnen und erst nach unten fester geflochten werden. Dies führt beim Umschlagen zu den „Rosetten“ am Mähnenkamm. Je nach Form der Zöpfe kann man dem Hals eine schönere Form verleihen.
e. Auch beim Einnähen flechte ich den Schopf nicht ein, wenn das Pferd eine Fliegenhaube trägt.

eingenähte Zöpfe

eingenähte Zöpfe

Kurz-Info – was brauche ich?
– Mähnenkamm

– Mähnengummis
– Haarklemme (optional – vereinfacht das Einflechten)
– Stumpfe Stopf-Nadel
– Garn (nicht zu dünn – sonst findest Du es beim Ausflechten nicht mehr wieder)
– Schere

3. Ein Zopf am Mähnenkamm entlang (Barocker Zopf)

a. Bürste oder kämme die Mähne gut durch.
b. Beginne hinter den Ohren des Pferdes. Teile Dir drei Strähnen ab und flechte jede Strähne einmal über die andere Strähne. Dann nimm bei jedem neuen Flechtvorgang vom Mähnenkamm von oben eine weitere Strähne von der Mähne hinzu und flechte den Zopf am Mähnenkamm entlang. Das Vorgehen ähnelt dem französischen Zopf, mit dem Unterschied, dass man eben nur von einer Seite neue Strähnen hinzunimmt. Wiederhole den Vorgang immer wieder, bis Du ans Ende der Mähne gelangst. Hier flechte den Zopf dann ganz normal nach unten bis zu den Haarspitzen und schließe den Zopf mit einem Mähnengummi.

Zopf am Mähnenkamm

Zopf am Mähnenkamm

Kurz-Info – was brauche ich?
– Mähnenkamm

– Mähnengummis

4. Mähne zu einem Netz „flechten“

a. Hierzu unterteilst Du die Mähne in einzelne Strähnen, welche Du mit einem Mähnengummi fixierst. Dann teilst Du eine Strähne in zwei Teile und nimmst von der daneben liegenden Strähne ebenfalls die Hälfte dazu und befestigst die so neu entstandene Strähne wieder mit einem Haargummi. Die Abstände der Strähnen und die Länge des Netzes sind Geschmackssache. Wichtig ist aber, dass die Mähnengummis einer Reihe immer auf gleicher Höhe sind, damit ein gleichmäßiges Netz entsteht.

Mähne als Netz

Mähne als Netz

Kurz-Info – was brauche ich?
– Mähnenkamm
– Mähnengummis

5. Einflechten des Schweifs

a. Bürste den Schweif gut durch. Verwende das Schweifspray aber nur in dem Bereich, wo Du nicht einflechtest. Sonst rutschen Dir die Strähnen heraus.
b. Der Schweif wird wie ein französischer Zopf geflochten, Dazu nimmst Du ganz oben am Schweif rechts und links jeweils eine Strähne und in der Mitte eine Strähne. Dann beginnst Du den Zopf. Nach dem ersten Umschlagen der obersten Strähnen nimmst Du immer von außen eine Strähne hinzu – sowohl von rechts als auch von links. Verwende immer dünne, feine Strähnen. So sieht der eingeflochtene Schweif sehr edel aus.
c. Wichtig ist, dass der Zopf in der Mitte der Schweifrübe sitzt und gerade nach unten verläuft. Du entscheidest, wie lange Du Strähnen hinzunimmst. Bewährt hat sich – je nach Länge der Schweifrübe – eine Länge von ca. 15 – 20 cm. Aber das ist von Pferd zu Pferd unterschiedlich und auch Geschmackssache.
d. Wenn Du Dich entschieden hast, den Zopf zu beenden, flechtest Du den Zopf ganz normal nach unten und schließt ihn mit einem Mähnengummi. Als Mähnengummi verwende ich hier immer ein schwarzes für den dunklen Schweif und ein weißes für den hellen Schweif. Hier gilt es, den Abschluss unauffällig zu gestalten.

Einflechten des Schweifes

Einflechten des Schweifes

Kurz-Info – was brauche ich?
– Schweifbürste
– Mähnengummi

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