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Versicherungen rund ums Pferd

Welche Versicherungen gibt es? Und welche sind als Pferdehalter sinnvoll?

1. Pferdehalter-Haftpflichtversicherung

Eine der wichtigsten Versicherungen für alle Tierhalter (übrigens auch für Hundehalter) ist die Tierhalter-Haftpflichtversicherung.
Mit dieser Versicherung werden die Schäden gedeckt, welche Dein Pferd bei Dritten verursacht hat. Beispiel: Dein Pferd wirft Dich ab und rennt auf eine Straße. Im besten Fall passiert nichts, im schlimmsten Fall wird eine Person verletzt oder es entsteht ein Blechschaden. Unter Umständen kann es zu hohen Schadenersatzforderungen kommen. Wer steht hierfür ein?

In diesen Fällen sichert die Tierhalter-Haftpflichtversicherung den Pferdebesitzer ab und kümmert sich um die Abwicklung und eventuell Regulierung der Schadenersatzansprüche. Beispielsweise könnte die Krankenversicherung der verletzten Person Regress beim Pferdehalter nehmen. Hier springt dann der Tierhalter-Haftpflichtversicherer ein und prüft, ob die Ansprüche gerechtfertigt sind und übernimmt die Regulierung.

Die Versicherung deckt folgende Schäden:

  • Personen- und Sachschäden
  • Vermögensschäden
  • Mietsachschäden
  • Forderungsausfallschutz

Der Leistungsumfang ergibt sich aus dem Versicherungsangebot oder – bei bereits bestehender Versicherung – aus der Police.
Sollte man eine Reitbeteiligung auf seinem Pferd reiten lassen, sollte geprüft werden, ob diese ebenfalls bei der Pferdehalter-Haftpflichtversicherung mit abgesichert ist. Manchmal ist es erforderlich, die Reitbeteiligung bei der Versicherung namentlich zu benennen. Auch hier muss die Police und deren Umfang genau geprüft werden.

2. Unfallversicherung für den Reiter

Auch diese Versicherung halte ich für absolut sinnvoll und notwendig. Denn die Tierhalter-Haftpflichtversicherung kommt nur für Schäden an Dritten (Personen oder Dingen) auf. Falls Du oder Deine Reitbeteiligung z.B. vom Pferd stürzen und zu Schaden kommen, tritt im ersten Schritt die Krankenversicherung ein. Aber auch die Unfallversicherung kann Zahlungen leisten, wie z.B. Krankenhaustagegeld, Schmerzensgeld, usw.

Wichtig aber ist, dass die Unfallversicherung Leistungen erbringt, wenn es zu einer bleibenden Invalidität kommen sollte. Die Zahlungen sind abhängig von der Höhe Deiner Versicherungssumme, Invaliditätsgrad, usw. Auch hier muss die Police gelesen werden. Wichtig ist, dass der Unfall sofort gemeldet wird. Versicherungsverträge unterliegen bestimmten Obliegenheit, wie z.B. auch Meldefristen. Ob eine Invalidität verbleibt, entscheidet sich oft erst nach längerer Zeit – wichtig hierbei ist aber, dass man die Fristen für die ärztliche Attestierung der Invalidität einhält und die Erstmeldung an den Versicherer erfolgt ist.

3. OP-Versicherung für Pferde

Je nach abgeschlossenem Leistungsumfang – dieser schlägt sich natürlich in der Höhe des Beitrages nieder – werden die Kosten von bestimmten OPs am Pferd durch die Versicherung übernommen.

4. Krankenversicherung für Pferde

Durch diese Versicherungen werden die Kosten der Tierarztbehandlung und der Medikamente übernommen. Dabei ist i.d.R. gleich die OP-Versicherung inklusive. Jedoch ist so eine Krankenversicherung recht kostspielig.

5. Pferdelebensversicherung

Versichert ist das Pferd gegen den Tod. Je nachdem welcher Umfang bei der Lebensversicherung gewählt wurde, sind z.B. nur Diebstahl oder Tod beim Transport versichert oder aber auch Tod bei Krankheit und Unfall.

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